Hund im Auto

Hund im Auto: Der rechtliche Teil! Teil 4

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Hund im Auto: Nach dem § 17 Tierschutzgesetz ist mit einer Haftstrafe bis zu 3 Jahren (mit oder ohne Bewährung) oder mit einer Geldstrafe zu rechnen, wenn Sie Ihren Hund, Ihre Hunde vorsätzlich oder fahrlässig in einem Fahrzeug bei hohen Temperaturen, bei Hitze zurücklassen würden und es entwickeln sich für den Hund gesundheitlichen, lebensbedrohlichen Folgen.

Der Tatbestand reicht schon völlig aus, wenn sich der Hund im überhitzten Fahrzeug quälen muss und um sein Leben kämpfen muss.

Beachte: Wenn der Hund wegen *Unwissenheit oder Gedankenlosigkeit* der Hundehalter und der Betreuungsperson sterben sollte, können Sie in den aller meisten Fällen mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren rechnen.

Sollte der Hund das Dilemma überlebt haben, können Sie mit einer hohen Geldbuße rechnen.

Sie können sich sicher sein, auch wenn Sie sich vor dem Gericht entschuldigen würden, das Gericht wird das Urteil fällen und die Strafe aussprechen. Je nach Einzelfall wird die Ahndung unterschiedlich ausfallen. Aber eine Strafe werden Sie vom Gericht erhalten.

Natürlich kommen hier noch die Gerichtskosten bzw. die Verwaltungskosten hinzu, die der Hundehalter oder die Betreuungsperson, also der der die Verantwortung zu diesem Zeitpunkt über das Tier, über den Hund hatte, bezahlen muss.

Die Kosten für das beschädigte Fahrzeug und die Einsatzkosten, die für die Befreiung des Hundes aus dem Auto anfallen, tragen der Hundehalter oder die Betreuungsperson, sowie der Fahrzeughalter selber.

Unabhängig vom Strafmaß kann parallel dazu ein lebenslanges Tierhaltungsverbot durch die Stadtbehörden ausgesprochen werden.

 

Im § 8 Abs. 2 Nr. 3 Tierschutzhundeverordnung finden Sie folgender Satz: *Die Betreuungsperson hat für ausreichende Frischluft und angemessene Lufttemperatur zu sorgen, wenn ein Hund ohne Aufsicht in einem Fahrzeug verbleibt*.

 

  • Es reicht hier nicht aus, wenn das Fenster einen Spalt weit offen steht und für den Hund Wasser zur Verfügung steht. 

 

Lesen Sie darüber mehr im 1. Teil, Hund im Auto: Im Sommer lauert die Gefahr.

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Hund im Auto: Verhaltensweisen in den Sommertagen! Teil 3

Hund im Auto: Vermeiden Sie bei sommerlichen Temperaturen und bei Frühlingstemperaturen ab ca. 20 Grad Hund_im_Auto_Teil_3Celsius Außentemperatur den Aufenthalt Ihres Hundes im Fahrzeug. Lassen Sie Ihren Hund am besten zu Hause oder nehmen Sie ihn mit, egal wo Sie hingehen.

Auch bei Hundeausstellungen lassen Sie Ihren Hund oder Ihre Hunde nicht im Fahrzeug.

Lesen Sie mehr über die Gefahren im Sommer, warum, weshalb, wieso im 1. Teil.

Wenn Sie Ihren Hund trotzdem im Fahrzeug zurücklassen, dann müssen Sie alles offenlassen und dem Hund reichlich Wasser in einem Napf zur Verfügung stellen. (Beachte: Der Wassernapf könnte umkippen). Vergewissern Sie sich, dass der Hund nicht aus dem Fahrzeug springen und weglaufen kann (geeignet dafür ist eine große Hundebox und/oder das Einsetzen eines Gitters am Fenster, an allen Fenstern).

Gegen einen vermeintlichen Diebstahl sollten Sie Ihr Fahrzeug ordnungsgemäß sichern.

Bei direkter Sonneneinstrahlung heizt das Fahrzeug genauso auf, wenn Sie alles offen haben. Die Fenster, die nur einen Spalt weit offen stehen, reichen hier in keiner Weise aus.

Beachte: Im Parkhaus kann es unter Umständen genauso heiß werden, wie draußen.

Lassen Sie Ihren Hund im geöffneten Fahrzeug nicht unbeobachtet. Denn es gab schon Fälle, da wurde der Hund aus dem Fahrzeug gestohlen.

Lassen Sie die Leine und das Halsband nicht am Hund. Wenn der Hund unbeobachtet ist, könnte er sich erhängen oder als Ersatzhandlung die Leine auffressen. Solche Geschehnisse, Unfälle gab es!  

Auch hier gilt die kurze Verweildauer des Hundes im Fahrzeug!

Beachte: Es gibt keine Garantie und verlassen Sie sich nicht darauf, dass sich eine Person bei Ihnen meldet, wenn Sie im Notfall Ihre telefonische Erreichbarkeit im Fahrzeug sichtbar hinter der Windschutzscheibe legen. Es gibt Passanten, die laufen an Ihrem Fahrzeug vorbei, ohne sich um den Hund zu kümmern.

Es ist nicht sinnvoll, wenn Sie während Ihrer Abwesenheit Ihr Fahrzeug und die Klimaanlage für Ihren Hund laufen lassen. Denn für das unnötige Laufen lassen eines Motors/Fahrzeugs können Sie von der Stadtbehörde oder von der Polizei schriftlich verwarnt werden (Ordnungswidrigkeit).

 

Hund während der Fahrt im Fahrzeug:

Achten Sie darauf, dass der Hund bei einem geöffneten Fenster nicht zu viel Fahrtwind abbekommt und dass der Hund seinen Kopf nicht aus dem Fenster streckt.

Es gibt Hunde, die bekommen durch den Fahrtwind gesundheitliche Schäden, wie zum Beispiel: Das Augenlid errötet sich, leiden an einer Bindehautentzündung und Tränenfluss am Auge bis hin zu einem eitrigen Ausfluss am Auge können entstehen.   

Befindet sich der Hund während der Fahrt im hinteren Teil des Fahrzeugs, also im Kofferraum, kann dieser Bereich sehr warm werden und eine Stauhitze kann sich dort bilden. Denn der hintere Teil des Fahrzeugs wird kaum, sogar überhaupt nicht belüftet.

Kontrollieren Sie den Heckbereich und den Kofferraum so, dass eine Lüftung vom Wind, eine Lüftung der Klimaanlage und Kühlung für den Hund in diesem Bereich gewährleistet ist. Die Lüftung sollte nicht direkt in die Augen des Hundes gelangen. Also keine direkte Zugluft, weder beim geöffneten Fenster noch durch die Klimaanlage.  

Hunde neigen dazu, ihre Nase in den Fahrtwind oder in die Lüftung der Klimaanlage zu stecken.

Die hinteren Fenster, um eine direkte Zugluft zu vermeiden, sollten am besten geschlossen bleiben oder sie können minimal geöffnet sein (einen Spalt breit).

Wenn Sie mit Ihrem Hund eine längere Fahrt mit dem Fahrzeug planen, leiten Sie auf der Fahrt mehrere Pausen ein und nehmen Sie für Ihren Hund genügend Wasser mit.

 

Verhaltensweisen im Sommer an heißen Tagen ohne Auto:

An heißen Tagen sollten Sie mit Ihrem Hund nur kurze Spaziergänge halten und das Fahrradfahren mit Ihrem Hund, sowie Anstrengungen meiden. Verlagern Sie die Spaziergänge am besten auf die frühen Morgen- und auf die späten Abendstunden oder in einem kühlen Wald. Denn in der Hitze zu laufen, zu rennen usw. ist für den Hund sehr anstrengend und für seine Gesundheit nicht förderlich.

Im Sommer bei hohen Temperaturen heizen die Straßen, der Asphalt, der Gehweg sehr schnell auf. Die Pfoten der Hunde leiden darunter.

Wenn Sie mit Ihrem Hund draußen sind, sollte Ihr Hund genügend Schattenplatz haben und nicht zu lange in der prallen Sonne verweilen.

Machen Sie mit Ihrem Hund keine langen Ausflüge, wenn es sehr heiß ist. Frisches Wasser muss immer für den Hund zur Verfügung stehen.

Wenn Sie mit Ihrem Hund am Strand sind, sorgen Sie für ausreichend Schatten.

Beachte: Der Sand kann sehr heiß werden und die Pfoten des Hundes leiden beim Laufen. 

Beachte auch: Das schwarze, dunkle Fell eines Hundes kann durch die Sonneneinstrahlung sehr heiß und für den Hund unangenehm werden.

 

Sonnenbrand:

Hunde können wie wir Menschen einen Sonnenbrand bekommen und darunter leiden (an Nase, Augen, Ohren, am Körper mit sehr wenig Fell, Hunde mit hellem Fell oder bei rosa pigmentierte Hautstellen). Hierzu können Sie beispielsweise die Nase des Hundes mit einer Sonnencreme für Kinder eincremen (am besten PH-Neutral).

Es gibt Hundebesitzer, die das lange Fell Ihres Hundes im Sommer scheren. Bitte bedenken Sie, dass der Hund bei wenig Fell genauso einen Sonnenbrand bekommen kann. Lassen Sie am besten noch genügend Fell stehen. 

 

Baden im See, im Bach… an heißen Tagen:

Der Hund sollte sich langsam an das kühle Wasser im See, im Bach… gewöhnen, damit der Organismus und der Kreislauf nicht überlastet werden (besonders bei älteren Hunden). Sofern der Hund ins Wasser möchte.

Lesen Sie dazu auch den Teil 2

und den Teil 1

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Hund im Auto: Vorgehensweisen und Tipps, wenn Sie einen Hund in einem überhitzten Pkw antreffen! Teil 2

Hund im Auto: Im Sommer und im Frühling lauert für den Hund eine gesundheitliche Gefahr. Eine sehr kurze Hund_im_AutoVerweildauer im Fahrzeug reicht völlig aus.

Lesen Sie darüber mehr im 1. Teil *Hund im Auto: Im Sommer lauert die Gefahr!*

Wie sind nun die Vorgehensweisen, wenn Sie in eine Situation kommen und einen apathischen, sich quälenden… Hund in einem überhitzten Fahrzeug antreffen?

Notieren Sie sich das Datum, die Uhrzeit, der Pkw-Typ, das amtliche Kennzeichen und holen Sie sich Zeugen. Am besten machen Sie über die Antreffsituation des Hundes und des Fahrzeugs inkl. Kennzeichen mehrere Beweisfotos. Wenn Sie eine Videokamera oder eine Videokamera in Ihrem Mobiltelefon haben, filmen Sie das Verhalten des Hundes und das Auto mit dem amtlichen Kennzeichen.

Parallel dazu melden Sie sich über den Notruf 110 bei der Polizei: Schildern Sie der Polizei diese Situation und geben Sie das amtliche Kennzeichen, sowie die Pkw-Marke durch. Die Polizei kann eine Halterfeststellung durchführen und versuchen den Fahrzeughalter zu erreichen. Nur keine Hemmungen, rufen Sie lieber einmal mehr, als gar nicht an.

Wenn der Hund bereits um sein Leben im Fahrzeug kämpfen muss, sollte es sehr schnell gehen, denn jede Sekunde zählt. Hier können Sie nicht mehr auf das Eintreffen der Polizei warten. Da es sich hier um eine Notlage handelt, können Sie selber bei Gefahr im Verzug den Hund befreien.

Lesen Sie hierzu den ersten Teil. Dort werden die Anzeichen einer Überhitzung beschrieben.

Beachte: Bevor Sie selber den Hund aus dem Fahrzeug befreien müssen, dokumentieren Sie schnellstmöglich wie oben beschrieben die Antreffsituation und ziehen Sie Zeugen hinzu. Wenn Sie alleine sind, versuchen Sie einen Fahrzeuglenker anzuhalten, klingeln Sie am Gebäude, holen sich Passanten.

Nicht vergessen: Notieren Sie sich die Namen, die Anschrift und die telefonische Erreichbarkeit der Zeugen nach der Befreiungsaktion auf.

Natürlich kann es passieren, dass sie niemanden finden können/werden und die Antreffsituation nicht dokumentieren können, weil die Ausrüstung dazu fehlt. Wenn Sie zu 100%ig sicher sind, dass der Hund um sein Leben kämpfen muss, befreien Sie den Hund aus dem Auto.

Schlagen Sie vorsichtig mit einem harten Gegenstand (mit einem Hammer oder ähnliches) eine der Seitenscheiben ein. Wenn Sie vor Ort keinen passenden Gegenstand bei sich haben, holen Sie Hilfe (klingeln Sie am Gebäude usw.).

Wichtig: Der Schaden sollte am Fahrzeug sehr gering gehalten werden. Bitte schlagen Sie nicht die Front- oder die Heckscheibe ein. Diese Scheiben sind aus Sicherheitsglas und sie gehen sehr schwer zu Bruch.

Nach der schnellen Befreiung des Hundes, da ja jede Sekunde zählt, rufen Sie die Polizei an und teilen Sie der Polizei den Sachverhalt mit. Erstatten Sie gleichzeitig Anzeige nach dem Tierschutzgesetz.

 

Warum sollten Sie eigentlich die Antreffsituation, das Verhalten des Hundes, das Fahrzeug mit dem amtlichen Kennzeichen mit einem Fotoapparat oder mit einer Videokamera dokumentieren und Zeugen hinzuziehen?

In den meisten Fällen, wird der uneinsichtige Fahrzeughalter wegen Sachbeschädigung Anzeige erstatten. Somit stehen Sie auf der sicheren Seite. Sie brauchen keine Angst zu haben, denn der Fahrzeughalter wird mit seiner Anzeige nicht durchkommen. Über die rechtliche Situation werden Sie im vierten Teil lesen.  

Die Dokumentation dient auch der Beweissicherung für die Anzeige nach dem Tierschutzgesetz.

 

Was machen Sie anschließend, wenn Sie das Fahrzeug geöffnet haben?

Holen Sie den Vierbeiner schnell aus dem Fahrzeug. Beachte: Es kann passieren, dass der Hund nach dem Selbsterhaltungstrieb, aus Angst, Schock, Stress zu beißt. In den meisten Fällen, da der Hund geschwächt ist, wird er nicht mehr zu beißen können. *Sie sollten hier trotzdem mit allem rechnen!*

Binden Sie bitte auf keinen Fall die Schnauze zu, denn er muss in diesem Stadium *Atmen* können.

Beachten Sie bitte auch, dass der Hund eventuell aus Panik, aus Angst, Schock, Stress wegrennen könnte.

Wenn Sie den Hund befreit haben, bringen bzw. tragen Sie ihn in den kühlen Schattenbereich oder an einen kühlen Ort, also weg von den Sonnenstrahlen. Legen Sie den Hund auf die Seite (Seitenlage).

Wichtig ist, dass Sie den Hund so ablegen, dass der Hund frei atmen kann. Checken Sie seinen Pulsschlag und seine Atemfrequenz.

 

Wie und wo finden Sie seinen Puls und seine Atemfrequenz?

Um den Puls bei einem Hund zu überprüfen, gehen Sie wie folgt vor:

Den Puls ertasten Sie in der Mitte der Innenseite des Oberschenkels (am Hinterlauf). Nehmen Sie dazu den Zeige-, Mittel- und den Ringfinger. Die Messung wird nicht mit dem Daumen durchgeführt (der Daumen hat einen eigenen Puls).

Der Normalwert einer Pulsfrequenz bei einem großen Hund liegt im Durchschnitt bei 60 – 80 Schlägen pro Minute. Bei einem kleinen Hund liegt der Durchschnitt bei 80 – 120 (70 – 150) Schlägen pro Minute.

Beachte: Je kleiner und jünger der Hund ist, umso höher liegt der Puls.

Um die Atemfrequenz bei einem Hund zu überprüfen, gehen Sie wie folgt vor:

Die Atemfrequenz messen Sie am Brustkorb (legen Sie die komplette Hand auf den Brustkorb. Je nach dem auf welcher Seite der Hund liegt, nehmen Sie die linke oder die rechte Körperseite).

Der Normalwert einer Atemfrequenz bei einem großen Hund liegt im Durchschnitt bei 10 – 30 Atemzügen pro Minute. Bei einem kleinen Hund liegt der Durchschnitt bei 20 – 50 Atemzügen pro Minute.

Einen Sauerstoffmangel bei einem Hund erkennen Sie durch das Hochziehen der Lefzen an der Verfärbung der Schleimhaut. Ist die Schleimhaut nicht mehr blassrosarot, sondern bläulich bis dunkel, dann liegt ein Sauerstoffmangel vor. Beachte: Es gibt Hunde, die von Natur aus eine dunkel pigmentierte Schleimhaut haben. So wird die Erkennbarkeit eines Sauerstoffmangels schwierig.

Von den Gliedmaßen her fangen Sie langsam mit der Abkühlung an. Verwenden Sie dazu mehrere Tücher/Umschlägen, die feucht, nass und kühl sind. Sie können den Hund auch vorsichtig mit nicht zu kaltem Wasser abduschen.

Beachte: Damit der schwache Kreislauf nicht überfordert wird, fangen Sie langsam von den Gliedmaßen her mit dem Abduschen an.

Während der Abkühlung bieten Sie dem Hund Wasser an.

Allein der Verdacht auf eine Überhitzung (die Symptome einer Überhitzung finden Sie im ersten Teil) reicht schon aus, um den Hund sofort zu einem Tierarzt oder in eine Tierklinik zu bringen. In seltenen Fällen würde der Tierarzt seine Praxis verlassen und vor Ort kommen.

Hinweis: Wenn Sie bei der Polizei anrufen, bevor Sie mit der Befreiungsaktion starten, können Sie unter Umständen einige Minuten warten, bis die Polizei an der Örtlichkeit eintrifft. Jede Sekunde zählt und wie Sie wissen, wird das Fahrzeug in kürzester Zeit zu einem Backofen. Bleiben Sie am Fahrzeug und beobachten Sie das Verhalten des Hundes, dann können Sie bei Gefahr im Verzug immer noch schnell reagieren.

Es kann auch passieren, wenn die Polizei eintrifft und Ihnen mitteilt, dass es dem Hund doch gut geht. Die Polizei wird die Örtlichkeit wieder verlassen. Auch bei der Polizei gibt es Menschen, die sich mit Hunden nicht auskennen.

 

Warum sollten Sie auf jeden Fall nach Ihrer Befreiung des Vierbeiners die Polizei hinzuziehen?

Die Scheibe am Fahrzeug wurde eingeschlagen und somit ist das Auto, die Wertgegenstände vor einem vermeintlichen Diebstahl nicht gesichert. Die Polizei würde sich um das Fahrzeug kümmern und den Halter ausfindig machen.

Angenommen, Sie würden die Polizei nachträglich nicht hinzuziehen und es wäre niemand mehr am Fahrzeug, dann kann es passieren, dass eine unbeteiligte Person, die die Befreiungsaktion nicht mitbekommen hat, die Polizei anrufen würde.

Was wäre dann? Das Chaos ist vorprogrammiert!

Hund im Auto: Im Sommer lauert die Gefahr! Teil 1

Hund im Auto: Verhaltensweisen in den Sommertagen! Teil 3

Hund im Auto: Der rechtliche Teil! Teil 4

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Hund im Auto: Im Sommer lauert die Gefahr! Teil 1

 

Hund im Auto: Alle Jahre wieder lesen und hören wir, dass ein Hund bei heißen Temperaturen im Auto um sein Leben kämpft. Schon 20 – 25 Grad Celsius Außentemperatur reichen völlig aus, auch im Schatten, dass ein Fahrzeug zu einem regelrechten Backofen wird.

Liebe Leserinnen und Leser, ich finde das Thema zum jetzigen Zeitpunkt sehr sehr wichtig, da in den letzten Wochen vermehrt Hunde im Auto bei hohen Temperaturen ausgesetzt waren. Durch Unwissenheit oder Gedankenlosigkeit der Hundehalter und Hundebetreuer werden wir dies wohl immer wieder hören und lesen müssen.

 

Tests haben ergeben, dass im Frontbereich des Fahrzeugs bis zu 60 Grad Celsius entstehen, im hinteren Bereich und im Fußraum  dagegen bis zu 50 Grad Celsius. Der Hund hat ein sensibles Feingefühl und wird sich seinen Platz mit den niedrigsten Temperaturen aussuchen und weiter um sein Leben kämpfen.

In der prallen Sonne wurden bereits im Fahrzeuginneren Temperaturen von bis  zu 100 Grad Celsius gemessen. Besonders am Lenkrad und am Armaturenbrett. Diese hohe Temperatur kann schon nach 45 Minuten erreicht sein.

Testen Sie das doch einmal selbst, indem Sie ein Fahrzeug in die Sonne stellen und nach einer Stunde messen Sie die Temperatur im Innenraum.

Sie werden feststellen, wie sich der Hund im Fahrzeug quälen würde und die gesundheitlichen, lebensbedrohlichen Folgen (kaum bzw. nicht mehr zu regenerieren) beim Hund durch diese Nachlässigkeit hoch anzusetzen sind.

Eine Aktion von Tasso e.V.:

                                                

Hier ist dringend Aufklärung erforderlich!

 

Die Anatomie des Hundes

Hunde sind Säugetieren und gehören zu den Warmblütern. Die Körpertemperatur beim erwachsenen, gesunden Hund beträgt in der Regel 37,5 bis 39 Grad Celsius und beim gesunden Welpen 39,5 Grad Celsius. Bereits 40 Grad Celsius Körpertemperatur sind bei Welpen bedrohlich.

Da Hunde über die Pfoten Schweiß absondern (Schweißdrüsen an den Pfoten), und nicht wie wir Menschen über die gesamte Hautoberfläche (Schwitzen), kühlen die Hunde ihren Körper über die Zunge ab, also über das Hecheln. Das Hecheln dient hier der Regulierung der Körpertemperatur, durch ansteigende Wärme, durch Hitze, durch Anstrengung des Hundes. Der Hund kann die Wärme/Hitze nicht so kompensieren wie wir Menschen.

Das Hecheln, die einzige Methode, um die Körpertemperatur zu regulieren, dadurch verbraucht der Hund sehr viel Energie und verliert zudem Körperwasser.

Die Atmungsfrequenz erhöht sich beim Hecheln von normal ca. 10 – 30 Atemzügen pro Minute auf ca. 130 – 400. Das Atemvolumen pro Minute nimmt von 2 bis auf 50 Liter zu. Diese hohe Belastung des Organismus hält der Hund nur kurze Zeit durch.

Zudem hat der Hund im Auto bei sommerlichen Temperaturen durch das Hecheln keine Kühlung.

Kann der Hund seinen Wasserverlust nicht mit Wasser oder Flüssigkeit ausgleichen, treten eine Überhitzung (Erschöpfung, Hyperthermie, Kreislaufkollaps, Schock, Herzversagen) bis zum Hitzschlag und dann der Tod ein.

Die Funktionsstörungen im Nervensystem können schon bei ca. 41 Grad Celsius Körpertemperatur und der Tod kann bei ca. 44 Grad Celsius Körpertemperatur eintreten. Steigt die innere Temperatur auf mehr als 41 Grad Celsius, werden dem Blut die Wasserreserven im Körper entzogen. Wird das Blut dickflüssig, wird der Vierbeiner unter extremem Luftschnappen an Kreislaufversagen verenden. Der Hund erstickt regelrecht und qualvoll.

Bei extremer Luftfeuchtigkeit können die Vierbeiner sogar bei 40 Grad Celsius sterben. Der Todeseintritt kann nach Tagen, nach Stunden oder auch sofort erfolgen.

Überhitzung und ihre Stadien:

Symptome wie Ermattung, Apathie, erhöhte Körpertemperatur, Schleimhautrötung, beschleunigte Herztätigkeit, schwacher Puls, treten auf.

Hält die Überhitzung länger an, kann es zu folgenden Erscheinungen kommen: Aufregungserscheinung, Krämpfe, Bewusstlosigkeit und der Tod.

 

Hitzschlag und ihre Symptome:

Bei hoher Außentemperatur kann es zu einer Überhitzung bis hin zu einem Hitzschlag von Hunden kommen, die ab 20 Grad Celsius Außentemperatur und aufwärts im Auto verbleiben müssen.

Symptome wie starkes Hecheln, übermäßiger Durst, Lethargie, der Hund ist apathisch, aufgeregt, hat eine dunkle Zunge, das Bewusstsein des Hundes ist getrübt bis hin zur Bewusstlosigkeit, Koordinationsschwierigkeiten, die Atmung ist flach und unregelmäßig, der Puls ist schnell und schwach, die Schleimhäute sind trocken, das Zahnfleisch und die Lefzen sind knall rot, die Körperoberfläche fühlt sich zu warm an, Durchfall und Erbrechen können noch hinzukommen.

Wichtig  zu wissen: Bei ansteigenden Außentemperaturen können Hunde bereits nach 15 Minuten, sogar schon innerhalb von 15 Minuten einen Hitzschlag erleiden.

Lassen Sie bitte ihren Hund im Sommer, auch im warmen Frühling nicht alleine im Auto, auch nicht – wenn ihr Fahrzeug im Schatten steht.

Nehmen Sie ihren Vierbeiner mit oder lassen Sie ihn zu Hause!

Sollte Ihr Hund trotz allem doch überleben, werden Sie feststellen müssen, dass alleine der Versuch, den Hund wieder ins Fahrzeug zu bringen, unter Umständen misslingt. Der Hund hat Panik!

Im 2. Teil (Hund im Auto) wird das Thema „Vorgehensweisen, Tipps…“, im 3. Teil „Verhaltensweisen“ behandelt und im 4. Teil erfahren Sie mehr über das Rechtliche.

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