Gesetze und Verordnungen (*Allgemeine Hundeverordnung der Länder*, für Deutschland)

§1 Umherlaufen lassen von Hunden

Es ist verboten, Hunde außerhalb des befriedeten Besitztums umherlaufen zu lassen, ohne dass sie beaufsichtigt werden. Sie dürfen im freien Gelände höchstens 50 m, in geschlossenen Ortschaften höchstens 20 m von der Aufsichtsperson entfernt frei laufen gelassen werden. Zur Nachtzeit müssen Hunde so gehalten werden, dass sie das befriedete Besitztum, auf dem sie gehalten werden, nicht gegen den Willen des Hundehalters verlassen können.

Fazit: Das freie Laufen lassen eines Hundes ist nur unter kontrollierten Bedingungen des Hundehalters erlaubt, d.h. der Hund muss vom Hundehalter kontrollierbar sein. Das befriedete Besitztum muss so beschaffen sein, dass der Hund das Grundstück oder das Gebäude nicht unkontrolliert verlassen kann.

§ 2 Leinenzwang

Hunde sind an der Leine zu führen bei Umzügen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit großen Menschenansammlungen, insbesondere in Gaststättenbetrieben, in der Allgemeinheit, in zugänglichen umfriedeten oder anderweitig begrenzten Parks, Gärten oder Grünanlagen, in Sportanlagen, in Naturschutzgebieten und auf Zeltplätzen, auf Friedhöfen, Märkten und Messen.

§ 3 Mitnahmeverbot

Es ist verboten, Hunde mitzunehmen in Kirchen, Schulen und Krankenhäuser, in Theater, Konzerte, Lichtspielhäuser, Vortrags- und Versammlungsräume, auf Kinderspielplätze, auf Liegewiesen, in Badeanstalten und Badeplätzen.

§ 4 Gefährliche Hunde

In Gewahrsam zu halten sind Hunde, die zum Umhertreiben, zum Hetzen oder Reißen von Wild und Vieh neigen, bissige Hunde und solche, die gewohnheitsmäßig vorübergehende Menschen, Tiere oder Fahrzeuge anbellen oder anspringen, läufige Hündinnen. Außerhalb des befriedeten Besitztums sind diese Hunde an der Leine zu führen. Bissige Hunde müssen dabei einen das Beißen verhindernden Maulkorb tragen.

§ 5 Halsbänder

Außerhalb befriedeten Besitztums müssen frei laufende Hunde ein Halsband tragen, auf dem der Name und die Wohnungsanschrift des Eigentümers oder Halters des Hundes angebracht sind.

§ 6 Ausnahmen

§ 1 und 5 gelten nicht für Hirtenhunde beim Hüten und für Jagdhunde bei ihrer jagdlichen Verwendung.

§ 3 gilt nicht für Blindenhunde. Die Bürgermeister der amtfreien Gemeinden und die Amtsvorsteher als örtliche Ordnungsbehörden können von den § 1 bis 3 Ausnahmen zulassen, wenn im Einzelfall eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung nicht zu befürchten ist.

§ 7 Örtliche ergänzende Sonderregelungen

Die Bürgermeister der amtfreien Gemeinden und die Amtsvorsteher als örtliche Ordnungsbehörden können den örtlichen Verhältnissen entsprechende ergänzende Regelungen durch Verordnungen über die öffentliche Sicherheit und Ordnung treffen.

§ 8 Ordnungswidrigkeiten

Ordnungswidrig nach §172 Abs. 3 Landesverwaltungsgesetzes handelt, wer:

entgegen § 1 Hunde umherlaufen lässt oder hält, entgegen § 2 Hunde nicht an der Leine führt, entgegen § 3 Hunde mitnimmt, entgegen § 4 Hunde nicht in Gewahrsam hält, nicht an der Leine führt oder ihnen nicht einen Maulkorb umhängt oder als Besitzer eines Hundes duldet, dass dieser sich entgegen § 5 ohne Halsband außerhalb befriedeten Besitztums aufhält.

Fazit: Hundehalter, die sich über diese Gesetze hinwegsetzen, handeln ordnungswidrig und können beim zuständigen Ordnungsamt angezeigt werden.

Quelle: Hundeverordnung

 

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