Ein Raubtier als *Familienhund*? Teil 3

Kind und Hund Teil 3 Ein Raubtier als *Familienhund*? Teil 3

Es gibt ihn, den *Familienhund*, nur nicht wie es der Mensch gern hätte, in Perfektion!

Eine Anmerkung vorweg: Der Begriff *Familienhund* kommt aus dem menschlichen Sprachgebrauch. Für den Hund ist es sein Rudel.

Natürlich dienen diese Artikel Teil 1, Teil 2, Teil 3 nicht dem Absprechen von Sozialkompetenz von Hunden und damit die Fähigkeit zum harmonischen Zusammenleben mit ihnen in der menschlichen Gesellschaft. Im Gegenteil: Das Gros der Hunde ist sicherlich gesellschaftstauglicher als so mancher Mensch.

Mit Respekt, Beobachtungsgabe und Aufmerksamkeit kann nahezu jeder Hund ein idealer *Familienhund* werden – nur nicht in Perfektion. Was allerdings weniger schlimm ist, da es ebenso wenig die perfekten Eltern, Ehepartner, Kinder und Verwandten… gibt.

Damit das Zusammenleben allerdings angstfrei und problemlos klappt und Kinder einen normalen, natürlichen Umgang mit Hunden lernen und andersrum, sind klare und konsequent verfolgte Regeln unabdinglich.

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Hier ein paar Beispiele:

Regel 1: Hunde werden so behandelt, wie man selbst behandelt werden möchte. Seine Sinne sind viel intensiver und somit auch etwaiger Schmerz oder das „Gefühl“ von Angst.

Regel 2: Bis zu einem bestimmten Alter sollten Kinder niemals, ich betone, niemals, unbeaufsichtigt mit Hunden sein. Das Restrisiko, egal wie gut sich beide bisher “verstanden” haben, bleibt weiterhin bestehen.

Regel 3: Fremde Hunde sind mit Vorsicht zu behandeln. Sie sollten nicht in Abwesenheit des Besitzers einfach gestreichelt werden. Außerdem agiert der Hund und nicht umgekehrt! Darüber erfahren Sie im nächsten Artikel mehr.

Unterm Strich bleibt also folgende Erkenntnis haften: Hunde sind kein „Spielzeug“, sondern sozialisierte Raubtiere. Es ist gefährlich, sie beim Fressen zu stören, ihnen Schmerzen zuzufügen oder sie zu bedrohen. Gerade in Bezug auf Kinder kann diese Gefahr schnell ernst zu nehmende, weit reichende Folgen haben.

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Trotzdem sind Hunde natürlich in aller Regel tolle und hervorragende Wesen, die über eine hohe soziale Kompetenz verfügen und bei artgerechter Haltung ein lebendiges, vollwertiges Mitglied in der so genannten Menschenfamilie darstellen können. Auch wenn sie weder über einen *Kinderlieb-Trieb* noch einen Urinstinkt für generelle *Familienfreundlichkeit* verfügen.

Im nächsten Artikel, im 4. Teil, erhalten Sie eine Zusammenfassung:

  • über das Zusammenleben „Kind und Hund“,
  • wie sich das Kind gegenüber einem Hund, einem fremden Hund verhalten soll
  • und einige Regeln, die zu beachten sind. Damit es zu keine *Beißunfälle* kommen kann.

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Bildquelle: © iNNOCENt – Fotolia.com

Tanja Engel
"Ich helfe Welpen- und Hundebesitzer dabei, den Hund in seiner Körpersprache und Ausdrucksweise zu verstehen, damit sie in der Lage sind, den Hund richtig und artgerecht zu führen...!"

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