
Vom Rudel in die Firma und von der Theorie zur Praxis
Wem dies zu theoretisch ist, dem wird nun anhand eines praktischen Beispiels geholfen: Ganz gleich ob in der Familie, der Firma, der Sportgruppe oder im Freundeskreis – eine Rangordnung gibt es immer, auch wenn Erwachsene gelernt haben, ihre Triebe und Urinstinkte zu verstecken und zu leugnen. Ganz gleich, in welcher Gruppe man sich selbst befindet, die bevorstehenden Aufgaben werden immer nach Eignung, Kompetenz, Erfahrung und Motivation verteilt. So entsteht eine moderne Rangfolge.

In einem Unternehmen ist dies nicht anders: Es gibt den Chef, den Abteilungsleiter und den ausführenden Arbeitnehmer. Letzterer, ab und an gern als Prügelknabe tituliert, stellt das Omegatier, also den Gegenpol zum Alphatier, dar. Die Aufgabe des Rangniedrigsten ist es jedoch nicht nur, die delegierten Aufträge zu erledigen, er hält in der Regel auch das soziale Gefüge zusammen, sorgt für die Kommunikation und verhindert so Rangordnungskämpfe in der Führungsebene. Wenn es der Firma schlecht geht, dann spürt das nicht der Chef zuerst, sondern der Prügelknabe am anderen Ende der Nahrungskette.
Er bekommt den Unmut ab und stellt unfreiwillig das Ventil dar, um Druck, Wut und Angst herauszulassen. Hierbei steht Machtmissbrauch selbstredend an oberster Stelle. Genauso, wie es im Übrigen in Familien zu beobachten ist. Leider wird immer noch in viel zu vielen Fällen das schwächste Glied der Gruppe ausgenutzt und für Druckausgleich missbraucht. Formen hierfür gibt es viele: verbal, psychisch, physisch, soziale Kälte etc.

Und genau diese primitive, egoistische Ausdrucks- und Umgangsweise, die allein der Kontrolle und dem Machtmissbrauch untergeordnet sind, sorgt auch für die immer noch bestehenden Kommunikationsprobleme zwischen Mensch und Hund. Auch die treuen Vierbeiner spielen ihrem Naturell entsprechend bei falscher Umgangsweise dieses Spiel mit. Sie können genauso wenig aus ihrer Haut wie wir Menschen.
Ebenso geben sie ein Spiegelbild ihrer Gefühle preis, wenn alltäglicher Stress überhand nimmt. Das Gefüge, das Rudel und das Territorium sollen geschützt werden, hier nutzt der Hund zur Not auch die Schwäche seines Herrchens aus.
Primitiv, egoistisch und Ressourcen kontrollierend – Teil 1
Unterm Strich steht also die Selbsterkenntnis – Teil 3

"Ich helfe Welpen- und Hundebesitzer dabei, den Hund in seiner Körpersprache und Ausdrucksweise zu verstehen, damit sie in der Lage sind, den Hund richtig und artgerecht zu führen...!"





