Klicker, Clicker, Klickertraining: Der Klicker, ein Knackfrosch mit entsprechendem Zubehör, ist ein heutzutage weit verbreitetes Hilfsmittel im Bereich der Hundekonditionierung (Welpenerziehung, Hundeerziehung). Klicker werden schon sehr früh auch bei Welpen beziehungsweise bei der Welpenerziehung genutzt. Baut der Welpe und / oder der ausgewachsene Hund *Blickkontakt* zum Menschen auf, ertönt ein *Klicken* und der Hund erhält dann das *Futter* (das Klicken ist nur ein Zwischenimpuls).

Hierbei werden drei Handlungen miteinander verknüpft, obwohl für den Vierbeiner zwei Handlungen eindeutig ausreichen.

Es ist zweifelhaft, ob das zwischengeschaltete Klicken des Knackfrosches sinnvoll ist, da der Blickkontakt allein durch das Futter bestätigt wird und nicht die Belohnung durch das Klicken.

Durch die *Klickerarbeit* bzw. *Klickertraining*, da der Hund dieses Geräusch über sein Gehör wahrnimmt und nicht über das Sehen bzw. über seine Augen (der Hund hat nun einmal primär eine visuelle Sprache), können die Orientierung und die Kontaktbereitschaft zum Menschen verloren gehen oder nicht aufgebaut werden.   

Der eigentliche Ursprung des Klickers stammt aus der *Delphinausbildung*. Es ist ein kleiner Plastikgegenstand und im Inneren befindet sich eine Metallzunge. Sobald der Mensch auf diesen Gegenstand beziehungsweise auf die Metallzunge drückt, ertönt ein Klickgeräusch.

Funktionsweise des Klickers: Für eine Belohnung dient dieses Klickgerät als Signalgeber (Zwischenimpuls vor einer bevorstehenden Belohnung). Der Hund sollte allerdings auf diesen Signalgeber zuerst mit Leckerli / Futter konditioniert werden. Er verbindet später die Belohnung des Futters mit dem Signalgeber und nicht auf zum Beispiel *Blickkontakt*.

Das Klickgerät wird auch benutzt, wenn der Hundebesitzer angeblich zu langsam mit der Übergabe der Belohnung von Futter ist. Es gibt auch regelrechte Clicker-Trainingsangebote. Der Hundebesitzer drückt auf den Klicker und der Hund nimmt eine bestimmte Stellung ein.

Lassen Sie den Hund doch auf Ihr Körperzeichen, auf Ihre Körpersprache arbeiten! Das ist sinnvoller und effektiver!

Hinweis: Der Hund kann übrigens nur über eine 2er-Verknüpfung und nicht über eine 3er-Verknüpfung lernen.

Der Nachteil ist: Es kann unter Umständen passieren, dass der Hund auf den Signalgeber reagiert oder dadurch irritiert wird, wenn ein anderer Hundebesitzer mit seinem Hund und dem Klickgerät arbeitet. Es wird aber gesagt, dass es angeblich nicht der Fall sein sollte.

Ein weiterer Nachteil ist, dass der Hund nur auf das Klickgeräusch konditioniert wird, d.h. für das richtige Verhalten wird ständig ein Klickgeräusch benötigt, was allerdings schwer wieder abgebaut werden kann. 

4 Kommentare

  • Ixe D. 12. Mai 2017 um 11:12

    Schöner Artikel Tanja,
    ich hätte noch zwei weitere Nachteile in petto:
    Beim Klickern lernt der Hund situativ. Er kann das Gelernte nicht in anderes Situation anwenden.
    Und es ist keineswegs beziehungsorientiert, was für Lernprozesse immer schade ist. Für den Hund spielt es keine Rolle, welcher Mensch den Klicker bedient.

    • Tanja Engel 13. Mai 2017 um 15:53

      Sehr gute Ergänzung – DANKE Dir und ich stimme Dir vollkommen zu…

  • Hundliebhaberin 7. August 2017 um 20:30

    Echt ein super Artikel und auch nicht zulang. Habe wenn ich ehrlich bin noch gar nicht richtig vom Hundeclicker gehört. Hört sich interessant an und habe mir gleich einen bestellt, sind ja nicht so teuer. Hast du Erfahrungen mit deinem eigenen Hund Tanja? Mein Hund ist schon 6 Jahre alt, ist in diesem Alter immernoch möglich meinen Hund mit dem Clickgerät zu erziehen?

    • Tanja Engel 13. August 2017 um 10:57

      Erst einmal vielen Dank für die Mitteilung. Ich kann nur soviel sagen, dass ein „Klicker“ nicht sinnvoll ist (wird von mir nicht empfohlen).

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