Sprühhalsband ist in der Funktion mit dem Anti-Bell-Halsband (technisches Halsband) gleichzusetzen.

Der Unterschied: Beim Anti-Bell-Halsband löst der Sprühstoß automatisch über das Bellen des Hundes aus (kann auch durch den Knopfdruck ausgelöst werden). Bei diesem Sprühhalsband nur auf Knopfdruck.

Die Werbebotschaft des Herstellers: „Verwenden Sie ein Sprühhalsband und Sie brauchen den Hund nicht schlagen. Das Gerät hilft Ihnen dabei den Hund sanft zu erziehen.“ Die Sprühhalsbänder sollen nach Angaben des Herstellers als gewaltfreies Hilfsmittel gelten. 

An dieser Aussage gibt es berechtigte Zweifel. Auch dieses Halsband ist in keiner Weise empfehlenswert.

Die Handhabung des Halsbandes klingt verlockend einfach. Das Halsband wird dem Hund um den Hals gelegt und das Fehlverhalten (Problemverhalten) per Knopfdruck mit einem unangenehmen ausströmenden Duft gemaßregelt. Sobald der Knopf der Fernbedienung gedrückt wird, zuckt der Hund zusammen.

Der Lerneffekt für den Hund ist bei dieser „Erziehungsmethode“ gleich Null. Der Hund wird nur gemaßregelt, erhält aber keinerlei Anleitung, es besser zu machen. Der Hund zeigt Meideverhalten.

Die Hersteller bieten Nachfüllflaschen mit diversen Duftnoten zum Nachkauf an, um die Probleme mit dem Hund weiter auf die einfache Art und Weise lösen zu können.

Das Leineziehen und andere unerwünschte Verhaltensweisen des Hundes sind artgerecht. Diese Symptome werden aus Menschensicht als Fehlverhalten oder Problemverhalten gesehen. Der Hund ist sich seines Verhaltens nicht bewusst und kann ohne Unterstützung des Menschen keine Änderung erlernen.

Wenn der Hund beispielsweise beim Gassigehen von sich aus auf Artgenossen oder auf Menschen zugeht, handelt er nach seinen Trieben… Er sichert seinen Hundehalter gegenüber den Artgenossen (den Menschen) als „Ressourcenquelle“.

Möglicherweise wurde die eigenständige Kontaktaufnahme des Hundes im Welpenalter zu anderen Hunden und zu anderen Menschen unbewusst gefördert. Mittlerweile wird dieses Verhalten dann durch den Menschen als störend empfunden!

Generell wird der Hund die vom Menschen unerwünschten Verhaltensweisen nur ablegen, beziehungsweise verändern, wenn ihm ein alternatives Verhalten aufgezeigt wird.

Solange der Hundehalter diesen Zusammenhang nicht sieht, kann auf lange Sicht auch der kompetenteste Hundetrainer oder Hundetherapeut das Verhalten des Hundes nicht verändern.

Beachte: Über die Symptomarbeit kann der Hund nichts lernen. Er wird immer wieder diese Fehler aus Menschensicht machen oder es wird verlagert.

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