Futterball und mit Futter gefüllte Spielzeuge aus Vollgummi: Ein Futterball ist ein nahezu gewöhnlicher Ball, der mit Futter oder diversen Snacks gefüllt wird. Durch das Ausleben seiner Triebe des Hundes und Herumrollen mit dem Futterball, gibt dieser nach und nach das Futter ab. Der selbstgesteuerte Zugang zum Futter motiviert den Hund, sich nur mit dem Futterball auseinander zu setzen.

Diese Art der Beschäftigung wird von den meisten Menschen verwendet, um den Hund vor dem „Alleine bleiben“ abzulenken. Es handelt sich hier eindeutig um eine Symptomarbeit. Außerdem kann der Hund durch Ablenkungen nichts lernen. Er wird immer wieder in das vorherige Verhalten zurückfallen. 

Der Nachteil, den der Futterball mit sich bringt, ist die Belohnung für die Förderung seines Hetz- und Beutetriebs. Hinzu kommt, dass der Hund sich weiter vom Hundehalter, vom Menschen entfernt, da er sich sein Futter auf leichte Art und Weise selbst beschaffen kann. Der Hund wird vom Menschen unabhängig und er wird im Laufe der Zeit ohne den Menschen seinen Weg gehen, denn er blendet den Menschen komplett aus.

Der Hund kann durch diese Handlung, durch diese Art der Beschäftigung nichts Sinnvolles lernen! Denn er lebt damit den genetisch bedingten Beutetrieb, Hetztrieb und den Jagdtrieb aus.

Wundern Sie sich nicht, wenn der Hund ein bewegendes Objekt sieht, hinter her rennt (hetzen) und von Ihnen nicht mehr kontrollierbar ist, wenn Sie nach ihm rufen! Der Hund kann primär nur ein Sinnesorgan einsetzen. Hier nimmt der Hund das Rufen durch den Menschen akustisch nicht mehr wahr…

Die Tatsache, dass ein Vollgummi-Spielzeug nach dem eigentlichen Wurf noch völlig unkontrolliert in jede erdenkliche Richtung hüpft, verknüpft der Hund damit verstärkt mit einem flüchtenden Beuteobjekt.

Den Beutetrieb des Hundes zu fördern, bedeutet: *Stressaufbau und Aufbau von Aggressionspotentiale*. Besonders dann werden sich Aggressionen vermehrt aufbauen, wenn er die Ressourcen alleine verwaltet. Es gibt Hunde, die werden in einer unbestimmten Zeit (es kann schneller oder langsamer gehen) alles verteidigen und alle Ressourcen unter Aggressionen stellen.   

Allgemeiner Hinweis: Von der Natur aus verwaltet und kontrolliert nur der Rudelführer alle Ressourcen! Es macht hier also keinen Sinn, dem Hund die eigenständige, selbstständige Verwaltung der Ressourcen zu erlauben. Sinnvoll ist es hier mit dem Hund gemeinsam (Hand in Hand) zu arbeiten und sich gemeinsam mit ihm zu beschäftigen. Alles läuft nur über den Rudelführer Mensch. Die *Beute* gibt es nur in Verbindung mit dem Rudelführer Mensch.

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