Hundespielzeug: Ein Hund ist und bleibt ein triebgesteuertes und egoistisches Tier, das darauf bedacht ist, seine Ressourcen zusammenzuhalten und zu kontrollieren. Trotz der Tatsache, dass der Hund Triebe besitzt, denen er nachkommt, gehört der „Spieltrieb“ nicht dazu. Diesen Trieb gibt es beim und im Hund nicht. Es ist eine reine Erfindung des Menschen und gehört nur zum Sprachgebrauch des Menschen. Für den Hund hat es keine berechtigte Bedeutung.

Ein Hund ist ein Raubtier und auf keinen Fall „verspielt“. Der Begriff *Spielzeug* trifft für den Hund nicht zu, es ist für ihn *Beute* und er lebt hier seinen Hetz- und Beutetrieb aus.

Warum ist das so? Die Antwort erhalten Sie hier…

Durch „Hundespielzeuge=Ressource“ werden die Verhaltensweisen des Hundes wie Kontrolle, das Besitzen, die Verwaltung und die Verteidigung ausgelebt. Quietschende Geräusche einiger Hundespielzeuge stellen für den Hund Todesschreie seiner Beute dar, die er dann unbedingt erlegen will.

Es gibt Hunde, die sich regelrecht zu *Ball-Junkys* entwickelt haben (hier ist der Hetz-/Beutetrieb extrem, wirklich extrem ausgeprägt und sie sind extrem süchtig danach – nach dem Ausleben der Triebe). Das können Sie sehr schnell feststellen, wenn der Hund in einen so genannten Triebstau verfällt. Er zeigt es durch das so genannte *Kreischen* und durch sein sehr unruhiges Verhalten, wenn der Mensch beispielsweise den Ball, das Spielzeug (Beute) hat. Der Hund kann sich nicht mehr selbst kontrollieren und er ist vom Menschen schlecht kontrollierbar. 

Sobald sich der Mensch im Klaren ist, dass das Hetz-/Jagdverhalten des Hundes, sowie das Beuteverhalten mithilfe des Hundespielzeugs gefördert werden, stellt sich die Frage, ob dies überhaupt ratsam und sinnvoll ist. Letztlich unterscheidet der Hund nicht zwischen einem Hundespielzeug/Spielzeug und realer Beute oder einem Jogger oder einem rennenden Kind usw.

Das so genannte „Spielen“ aus Menschensicht ist für den Hund vollkommen unsinnig, da dies einfach nicht seiner Natur entspricht. Das „Spielen“ verschwendet aus Hundesicht auf unnötige Art und Weise Energie, die im Ernstfall nötig wäre, sich zu verteidigen.

Definition „Spielen“: Spielen (von althochdeutsch „spil“ = Tanzbewegung) ist eine Tätigkeit, die ohne bewussten Zweck zur Entspannung, nur aus Freude an ihrer Ausübung, ihrem Inhalt oder ihrem Ergebnis ausgeführt wird.

Spielt nun aus Menschensicht ein Hund?

*NEIN!*

Für den Hund hat das *Spielen* aus Menschensicht immer eine wichtige und ernste Bedeutung!

Es lässt sich ganz einfach und vor allem *neutral* (ohne menschliche Emotionen) nachvollziehen: Beobachtet man Hunde auf den Auslaufplätzen, sind „Hetzen, Anschleichen, Anrempeln…“ und „Kämpfe“ untereinander und um Bälle oder Stöcke (Beute) usw. zu sehen.

Auch vermehrte Analkontrollen finden untereinander statt. Menschen, die dieses „Hundeverhalten“ unterbrechen wollen, ganz egal warum oder weshalb, können selbst vom eigenen Hund ausgeblendet werden. Es können auch Beißunfälle gegen Artgenossen und/oder gegen Menschen entstehen.

Andere Menschen, Rudelexterne und fremde Artgenossen gelten nun einmal als Konkurrenten und stellen unter Umständen eine Gefahr für sein eigenes Rudel dar, da Hunde ihre Ressourcen stets verteidigen.

 

Soll ein Hund mithilfe von diversen Hundespielzeugen / Spielzeugen beschäftigt werden?

Welche Vorteile bringt das?

Soll sich ein Hund richtig austoben, um angeblich ausgeglichener zu werden?

Inwieweit ist dies wirklich sinnvoll?

Soll der Hund wichtige Ressourcen überall zur freien Verfügung haben?

Nach dem Motto: *Geh du deinen Weg, ich geh meinen Weg und somit habe ich keine Arbeit!*

 

Dann braucht man sich bei der Entwicklung dieser Handlungen nicht zu wundern:

    • Steigerung der Aggressionspotentiale,
    • Aufbau von Stress,
    • Abnahme der Unterordnungsbereitschaft gegenüber dem Menschen,
    • kaum bzw. keine Bindung zu seinem Menschen,
    • übersteigertes Hetzen von Objekten,
    • Eigenständigkeit,
    • Entfernung zum/vom Menschen,
    • Unabhängigkeit zum/gegenüber dem Menschen,
    • und mehr…

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