Wie viel Wolf steckt eigentlich noch im Hund?

Natürlich eine Menge! Wer einen Hund in sein Heim lässt, der sollte sich dessen bewusst sein, dass es sich im Grunde und im Wesentlichen immer noch um ein Tier, genauer gesagt ein Raubtier, handelt, welches emotionslos (emotionslos = keine menschlichen Emotionen) Trieben und Urinstinkten folgt.

Futtertrieb, Jagdtrieb und Hetztrieb sind nur einige Beispiele. Einen *Kinderlieb-Trieb*, einen *Spiel-Trieb* oder einen *Freundlichkeits-Trieb* gibt es hingegen nicht. Diese angeblichen Charaktereigenschaften sind werbliche Erfindungen von rein kommerziellen Züchtern, Tierheime oder andere, die einfach mehr Welpen verkaufen oder mehr Hunde vermitteln wollten.

Die heutigen Hunde sind nahezu abhängig vom Menschen und würden allein kaum überleben. Wölfe sind Jäger und müssen bis heute allein für ihre Beute sorgen. Sie fangen sie, töten sie und fressen sie. Tag für Tag.

Die heutigen Haushunde sind aber nur noch im Affekt und dann, wenn der Trieb überhand nimmt und der Rudelführer nicht eingreift, fähig zu fangen und zu töten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie in diesem Fall die Beute nicht fressen würden, sondern einfach liegen lassen würden.
Ein Gegenbeispiel, wenn auch nur bedingt, sind die Straßenhunde: Sie haben lernen müssen, sich selbst zu versorgen. Wer diesen Lernprozess geschafft und überlebt hat, der geht auch ohne Menschen durchs Leben. Doch auch die Straßenhunde fangen, töten und fressen selten andere Tiere. Sie ernähren sich viel häufiger von Speiseresten der Menschen, durchwühlen Mülltonnen oder *stehlen* Nahrung.

 

Und wie geht’s weiter?

Der kurze Blick zurück nach vorn endet nun mit dem Blick in die Zukunft. Ca. 35 eigenständige Hunderassen gibt es nur noch. Einst waren es mehr als 180. Viele Rassen sind überzüchtet oder werden für unnatürliche, moralisch fragwürdige Zwecke missbraucht. Nur noch wenige Menschen brauchen Hunde als Nutztier.

Und weil dadurch mehr nach so genannten *Familienhunden* gefragt wird, geraten andere Rassen in den Hintergrund, während die als *kinderlieb* titulieren überzüchtet werden. Es gilt also, ein Umdenken einzuleiten. Und dieses beginnt, wenn wir verstehen, dass letztlich jeder Hund ein direkter Nachfahre des Wolfes ist.

Der eigentliche Unterschied zwischen dem Wolf und dem Hund ist, dass der Wolf eine verstärkte Fluchttendenz hat und sich gegenüber dem Mensch, außer im eigenen Wolfsrudel, nicht unterordnet.

Ein Alphatier gibt es immer im eigenen Rudel. Er führt sein Rudel an und die anderen ordnen sich unter.
So sollte es auch in einem Mensch-Hund-Team sein. Der Leitmensch, der Rudelführer „Mensch“ tritt gegenüber seinem Hund souverän auf und gibt ihm Sicherheit. Hunde sind nicht fähig in einer Demokratie zu leben. Sie leben generell in einer Hierarchie mit klaren Regeln.

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